2013
2014
2015
2016
2017
Intonation
Künstler
Bilder
Presse
Kontakt
Symposiumsteilnehmer:
Franz Josef Altenburg
Sprout Arte
Pavel Banka
Theodora Chorafas
Anne Courier
Michael Cleff
Hans Fischer
Lázlo Fekete
Zsuzsa Füzesi-Heierli
Tomoko Fujisaki
Eirik Gjedrem
Joop Haring
Simon Horn
Myriam Jiménez Huertas
Kirsten Jäschke
Motoko Katsuta
Mie Kongo
Torbjørn Kvasbø
Oyekan Lawson
Klaus Lehmann
Sunbin Lim
Michael Moore
Christoph Möller
Yuriy Musatov
Johannes Nagel
Svein Narum
Pit Nicolas
Juan Orti
Rafa Pérez
Valda Podkalne
Heidi Preuss Grew
Silvia Siemes
József Zsolt Simon
Inger Södergren
Kyra Spieker
Fritz Vehring
Vera Vehring
Jindra Viková
József Zakar
Friederike Zeit

Zusätzliche Teilnehmer
der Abschlussausstellung:
Petra Bittl
Peter Burkhardt
Elke Eder-Eich
Martin Ellis
Gabi Ehrminger
Martin Georg
Claudia Henkel
Georg Hach
Thomas Hirschler
Christine Hitzblech
Regine Hormann
Andre von Martens
Johannes Peters
Andrea Platten
Judith Radl
Lotte Reimers
Eva von Ruckteschell
Jochen Rüth
Billa Reitzner
Frank Schillo
Martina Sigmund-Servetti
Christine Wagner
Kaja Witt
Medi Zimmermann

Initiatorin:
Friederike Zeit

2009 Porzellan, Ton, Glasur 90 x 120 cm



Johannes Nagel | *1979 | Halle | Intonation 2010

Ein Gefäß hat als Referenz die eigene Stilgeschichte und die Funktion. Einen Inhalt aufzubewahren, zu servieren oder präsentieren, orientiert sich an menschlichen Bedürfnissen. Die Notwendigkeit, die Form, die den Inhalt bewahrt, zu erzeugen, trifft auf das Bedürfnis sich auszudrücken und Dinge zu weihen oder ihnen Wert beizumessen. Von Anfang an waren Gefäße gestaltet. Formen haben sich aus den technischen Fertigkeiten, den praktischen Notwendigkeiten und einem Sinn für Rituale ergeben. Rituale sind der Ursprung von Zivilisation und Kultur. Sie geben dem Gestaltlosen eine Form. In ihnen entwickelt sich ein Gemeinsinn, der über das Lebensnotwendige hinausgeht und sich auf etwas Erhabenes, Größeres bezieht. Aus dem Bedürfnis, das darzustellen und zu ehren, hat sich die Kunst entwickelt.
Die Rituale haben sich verändert, die Zivilisation hat Blüten getrieben, die Kunst ist immer ihr Spiegel. Die Herstellung von Gefäßen ist eine selbstverständliche Kulturtechnik der Menschheit und man kann analog zur Rolle der Figur in der Bildhauerei behaupten, dass Rituale das konkrete Gegenüber des Gefäßes sind.

So kann "Gefäß" heute ein Thema sein, indem Funktion und Ritual, die eigene Geschichte und die Zukunft reflektiert wird.
Beziehen sich Rituale noch auf etwas Erhabenes? Schaffen sie Gemeinsinn? Was für eine Funktion haben Gefäße heute?