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Symposiumsteilnehmer:
Franz Josef Altenburg
Sprout Arte
Pavel Banka
Theodora Chorafas
Anne Courier
Michael Cleff
Hans Fischer
Lázlo Fekete
Zsuzsa Füzesi-Heierli
Tomoko Fujisaki
Eirik Gjedrem
Joop Haring
Simon Horn
Myriam Jiménez Huertas
Kirsten Jäschke
Motoko Katsuta
Mie Kongo
Torbjørn Kvasbø
Oyekan Lawson
Klaus Lehmann
Sunbin Lim
Michael Moore
Christoph Möller
Yuriy Musatov
Johannes Nagel
Svein Narum
Pit Nicolas
Juan Orti
Rafa Pérez
Valda Podkalne
Heidi Preuss Grew
Silvia Siemes
József Zsolt Simon
Inger Södergren
Kyra Spieker
Fritz Vehring
Vera Vehring
Jindra Viková
József Zakar
Friederike Zeit

Zusätzliche Teilnehmer
der Abschlussausstellung:
Petra Bittl
Peter Burkhardt
Elke Eder-Eich
Martin Ellis
Gabi Ehrminger
Martin Georg
Claudia Henkel
Georg Hach
Thomas Hirschler
Christine Hitzblech
Regine Hormann
Andre von Martens
Johannes Peters
Andrea Platten
Judith Radl
Lotte Reimers
Eva von Ruckteschell
Jochen Rüth
Billa Reitzner
Frank Schillo
Martina Sigmund-Servetti
Christine Wagner
Kaja Witt
Medi Zimmermann

Initiatorin:
Friederike Zeit

(Aus)Grabungen 2008 Gips h 20 - 38 cm



Johannes Nagel | *1979 | Halle | Intonation 2010

Behaupten heißt, etwas aus dem Stegreif für gültig erklären. Ich grabe Hohlräume in Sand und gieße sie mit Gips aus. Es entsteht ein Objekt, eine spontane Geste in Material gegossen. Die beim Graben vorgestellten Formen sind rotationssymmetrische Körper. Symmetrie vereinfacht ein Objekt, Rotationsymmetrie erlaubt keine Rückseite. Die Variation liegt in der Silhouette. Das Graben in losem Sand ist ein sehr ungenaues Verfahren. Ich ertaste in ständiger Bewegung den Hohlraum, die Kontrolle über die Silhouette fehlt.
Das Thema der Grabungen ist also das Verhältnis zwischen vorgestellter Silhouette und entstehendem Volumen: eine Ungenauigkeit oder "plastische Unschärfe". Es gilt die Abweichung, der zufällige Unterschied, nicht die Feststellung einer Form. Eine vage Behauptung? Der Akt des Grabens ist ganz konkret und entschieden. Das Objekt ist gegossen und damit festgelegt.
Die Unschärfe ist gemeint und eine ganz konkrete Behauptung.